Zigarettenstummel und Passivrauch stellen eine reale Gesundheitsgefahr für Kinder dar: Kleinkinder nehmen durch Oberflächenkontakt und über den Mund besonders viele Schadstoffe auf. Über drei Viertel der Schweizer Bevölkerung befürworten ein Verbot von Tabakprodukten auf Spielplätzen. Der Stadtrat wird aufgefordert, ein Rauchverbot einzuführen, Hinweisschilder aufzustellen und die bestehenden Förderprogramme des Kantons sowie des Vereins «Akzent Prävention und Suchttherapie» zu nutzen. Luzern hat die Möglichkeit, eine Vorbildfunktion zu übernehmen und das Recht der Kinder auf eine gesunde Umgebung konkret umzusetzen.
Christoph Landolt, Zoé Stehlin namens SP/JUSO-Fraktion, Selina Frey namens Grüne/Junge Grüne-Fraktion
Spielplätze sind Orte, an denen Kinder spielen, lernen und sich entwickeln. Sie sollen sicher, gesund und frei von schädlichen Einflüssen sein. Studien zeigen jedoch, dass Zigarettenstummel und Passivrauch auf Spielplätzen eine reale Gefahr für Kinder darstellen. Laut einer aktuellen Sotomo-Studie unterstützen zwei Drittel der Befragten rauchfreie Spielplätze, und 67 Prozent sprechen sich sogar für ein explizites Rauchverbot aus. Zudem wurden bei einer Sammelaktion des Vereins «stop2drop» durchschnittlich 90 Zigarettenstummel pro Spielplatz in der Schweiz gefunden – eine alarmierende Zahl, die das Risiko für Kinder verdeutlicht, die diese Stummel in den Mund nehmen könnten.
Passivrauch ist auch im Freien schädlich und erhöht das Risiko für Atemwegsinfekte, Asthma und den plötzlichen Kindstod bei Kindern. Ein Zigarettenstummel enthält über 7.000 Chemikalien, viele davon giftig. Kleinkinder nehmen ein vielfaches mehr giftige Verbindungen auf als Erwachsene, da sie verunreinigte Oberflächen häufiger berühren und Gegenstände in den Mund nehmen (WHO, Tox Info Suisse)
Der Kanton Luzern hat bereits erste Schritte unternommen, um das Rauchen auf Spielplätzen zu reduzieren. Der Verein «Akzent Prävention und Suchttherapie» unterstützt Gemeinden dabei, rauchfreie Spielplätze einzuführen. Über drei Viertel der Schweizer Bevölkerung wünschen sich ein Rauchverbot auf Spielplätzen, und 90% sind der Meinung, dass in Anwesenheit von Kindern auf Tabak- und Nikotinprodukte verzichtet werden sollte (Obsan, BAG).
Ein tabakfreier Spielplatz ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern zu schützen und ein positives Signal für eine rauchfreie Zukunft zu setzen. Luzern hat die Chance, hier eine Vorbildfunktion einzunehmen und einen Beitrag zur nationalen Bewegung für rauchfreie Spielplätze zu leisten. Kinder haben ein Recht auf eine saubere und gesunde Umwelt – rauchfreie Spielplätze sind ein zentraler Baustein, um dieses Recht zu wahren.
Vor diesem Hintergrund regen wir an, folgende Maßnahmen zu prüfen:
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- Einführung eines Tabakverbots auf allen öffentlichen Spielplätzen in Luzern, um Kinder vor Passivrauch und Zigarettenstummeln zu schützen.
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- Aufstellung klarer Hinweisschilder im Rahmen der nationalen Kampagne «Rauchfreie & saubere Spielplätze», um die Bevölkerung über das Verbot zu informieren und die Akzeptanz zu fördern. Sichtbare, positive Beschilderung fördert die Akzeptanz und reduziert den Kontrollaufwand.
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- Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern und dem Verein «Akzent Prävention und Suchttherapie», um von den bestehenden Programmen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten (z. B. Beiträge zwischen 800 und 8.000 Franken) zu profitieren.
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- Sensibilisierungskampagnen für Eltern, Erziehungsberechtigte und die allgemeine Bevölkerung, um das Bewusstsein für die Gefahren von Tabak auf Spielplätzen zu schärfen.
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- Regelmäßige Evaluierung der Umsetzung, um die Wirksamkeit des Verbots zu überprüfen und bei Bedarf nachzubessern.
Für Rückfragen:
Christoph Landolt, Mitglied SP/JUSO-Fraktion, 076 463 68 65