Die SP/JUSO-Fraktion reicht einen Vorstoss ein, der den Stadtrat beauftragt, ein Pilotprojekt für ein geschütztes Badeangebot für FiNTA-Personen (Frauen, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen) zu prüfen. Gleichzeitig soll untersucht werden, wie die städtischen Badeanlagen insgesamt sicherer und inklusiver gestaltet werden können.
Öffentliche Badeanlagen sollen Orte sein, an denen sich alle Menschen wohlfühlen. Für viele Frauen und weitere FiNTA-Personen gehören unerwünschte Blicke, Belästigungen oder das Gefühl mangelnder Sicherheit jedoch weiterhin zur Realität. Geschützte Badeangebote sind in der Schweiz seit Langem etabliert. Etwa das Frauenbad Stadthausquai in Zürich oder das «Paradiesli» im Marzilibad Bern, und zeigen, dass solche Angebote einem konkreten Bedürfnis entsprechen können.
Der Vorstoss verlangt deshalb einerseits die Prüfung eines Pilotprojekts mit verschiedenen Modellen, etwa einem abgegrenzten Badebereich oder bestimmten Badezeiten. Andererseits soll der Stadtrat die Bedürfnisse verschiedener Personengruppen erheben und aufzeigen, mit welchen allgemeinen Massnahmen, beispielsweise klaren Verhaltensregeln, geschultem Personal oder einfachen Beschwerdemöglichkeiten, die Badeanlagen für alle sicherer und angenehmer werden können.
Die SP/Juso-Fraktion fordert Massnahmen, so dass sich alle Menschen in Badeanlagen sicher und willkommen fühlen können. Ein geschütztes Badeangebot für FiNTA-Personen kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten und ergänzt allgemeine Massnahmen für mehr Respekt und Sicherheit.
Für Rückfragen:
Sophia Müller, Mitglied SP/JUSO-Fraktion